Gewandert sind wir in der letzten Zeit gut und reichlich. So habe ich meine Liebste überredet, noch einmal nach Innsbruck zu fahren und einen Kulturtag zu verbringen.
Jeder brachte seine Wünsche ein, und nachdem ich am Abend schon das Schwimmen zugunsten meiner Zeitung(!) verpasst hatte, sprang ich früh trotz nass kaltem Wetter ins Wasser.
Dann fuhren wir noch vor 10 Uhr los, um den Tag gut nutzen zu können. Gefrühstückt hatten wir unter dem Dach der Rezeption, obwohl der Regen dann schon vorbei war.
Wir parkten wieder nicht auf einem P&R Platz mit Bahnanschluss, sondern die Parkleitung lozte uns in ein Parkhaus an der großen Markthalle.
Von hier war unser erster Anlaufpunkt die Foto Ausstellung in der Tiroler Landesbank im Stadtforum. Die Bank lädt jedes Jahr 2 Künstlerinnen ein im extra dafür eingerichteten Bereich auszustellen. Zum 250. Jahrestag der Fotografie wurde der in Berlin lebende und weltweit ausstellende polnische Künstler Maciej Markowicz eingeladen, die Landschaft Tirols mit seiner Perspektive zu zeigen.
Er verwendete eine Camera Obscure und brachte damit unglaublich reiche Aufnahmen auf Papiet.


Fotografie
Danach gab es erst mal eine Eis, bevor wir uns ernsthaften Themen widmeten.

Das Landhaus ist Sitz der Tiroler Landesregierung und nach einer Sicherheitsprüfung kamen wir zur bewegenden Ausstellung über Fluchtgeschichte einer polnischen jüdischen Familie und Widerstandskämpfern.

Auch die Geschichte des Nationalsozialismus in Tirol und Innsbruck wurde im Haus, wo einst die Gauleitung wütete, dargestellt.
Schwere Kost und es wurde mir wieder klar, warum so wenig jüdische Überlebende in Österreich bleiben wollten.
Wir haben uns in einem kleinen Biergarten im Hof gestärkt, wobei ich Tiroler Klöße, fast wie aber doch keine Speckklöße, gegessen hatte. Dann ging es zum nächsten Highlight: der Glockengießerei Grassmayr.

Und wir kamen gerade rechtzeitig, einen Glockenguss live erleben zu können.

Bei dieser war natürlich der Pfarrer samt Gemeinde zugegeben und feierte den großen Moment.

Das war schon was Besonderes und wir nahmen ehrfürchtig Teil.



Und so verabschieden wir uns aus Innsbruck und haben mit einem guten Tee, Latte Maciato und einem Stück köstlichen Möhrenkuchen im Café Verena den schönen Tag ausklingen lassen.
Damit endet unser Urlaub und dieser Blog hier. Danke allen Lesern und Abonnentinnen.













































































